1 Mit Low-Code zu High Performance. Wie Sie Software schneller und zielgenauer entwickeln. 1 VORWORT Wie Sie Software schneller und zielgenauer entwickeln. Unterschiedliche Fachbereiche haben unterschiedliche Anforderungen an digitale Anwendungen. Während Anwender:innen in der Regel recht genau wissen, welche Tools und Werkzeuge ihnen konkret weiterhelfen würden, wird die IT zum Flaschenhals: zu viele Aufgaben, zu wenig Personal. Bis sich diese um den Einkauf oder gar die Eigenentwicklung entsprechender Lösungen kümmern kann, vergeht jede Menge Zeit, von den Kosten solcher Prozesse ganz zu schweigen. Doch Fachabteilungen sind mittlerweile in der Lage, die benötigten Anwendungen selbst zu kreieren. Diese Möglichkeit bietet ihnen Low-Code. Dank flexiblem Baukastenprinzip und nutzerfreundlichen Plattformen sind dafür nahezu keine Entwicklerkenntnisse nötig. 2 SOFTWARE SCHREIBEN LEICHT GEMACHT Was sich hinter Low-Code verbirgt. L ow-Code funktioniert nach dem gleichen Prinzip, das bereits dem Internet zum weltweiten Durchbruch verholfen hat: Gestartet als wissenschaftliches und sehr technisches Forschungsprojekt, verbreitete es sich rasant, als es auch Nicht-Wissenschaftler:innen mithilfe grafischer Elemente wie Buttons und intuitiver Bedienmöglichkeiten wie Links leicht nutzen konnten. Entsprechend ist es mit Low-Code-Plattformen möglich, professionelle Software zu schreiben, ohne Profientwickler:in zu sein. Per Drag & Drop lässt sich eine Vielzahl sehr flexibel konfigurierbarer Templates zu Lösungen zusammensetzen, die passgenau auf die Erfordernisse der jeweiligen Fachabteilung abgestimmt sind. Solche Bausteine mit hinterlegten Workflows gibt es bereits für die meisten gängigen Anforderungen. Der Aufbau von Anwendermasken geht damit beispielsweise schnell und leicht von der Hand. Sollte eine Funktion tatsächlich einmal zu komplex für die Low-Code-Plattformen sein, können immer noch Profientwickler:innen einspringen. So oder so verringert sich der Aufwand beträchtlich – und damit auch die benötigte Zeit, bis eine Anwendung zur Verfügung steht. 3 SOFTWARE SCHREIBEN LEICHT GEMACHT Low-Code ist ein Erfolg – in kurzer Zeit Erfüllungsgrad in Prozent 100 Programmierung Prozess/Logik Drag & Drop 50 Individual Programmierung GUI Fertige Lösung Template Einführungszeit Low-Code-Plattformen bieten die beste Balance zwischen Erfüllungsgrad und Einführungszeit einer Softwarelösung. Damit keine Missverständnisse entstehen: Low, also niedrig, bezieht sich dabei nicht auf niedrige Ansprüche oder niedrige Qualität. Low bedeutet vielmehr, dass die Nutzungsbarrieren niedrig sind und ein geringerer Anteil an manuell erstelltem Code als bei einer Full-Stack-Entwicklung nötig ist. Die Plattformen sind heute ausgereifte Werkzeuge für professionelles und strategisches Entwickeln, die bereits eine lange Evolution hinter sich haben. Geprägt wurde der Begriff Low-Code im Jahr 2014 von Forrester Research. Vorläufer dieses Ansatzes sind aber noch viel älter und bereits in frühen Anwendungen namhafter Softwarehersteller wie beispielsweise Lotus Notes oder MS Access zu finden. Die heutige Leistungsfähigkeit von Low-Code-Plattformen zeigt sich auch darin, dass viele professionelle Entwickler:innen sie mittlerweile ebenfalls nutzen, um schneller arbeiten und die an sie gestellten und immer weiter steigenden Anforderungen erfüllen zu können. Dazu zählen in vielen Fällen nicht nur die Entwicklung und Pflege neuer Anwendungen, sondern auch die Migration von Altsystemen in moderne und zeitgemäße Lösungen. 4 KOMPENSATION FÜR KNOW-HOW UND ZEIT Welche Vorteile Low-Code hat. D ie fortschreitende Digitalisierung unterstreicht die Notwendigkeit von Low-Code-Plattformen. Sie sind ein Muss für Unternehmen, um konkurrenzfähig zu bleiben. Sie sind ebenso ein Muss für die öffentliche Hand, die im Wettbewerb um Profientwickler:innen häufig ins Hintertreffen gerät, weil sie mit den Honoraren der freien Wirtschaft nicht mithalten kann. Während die meisten Unternehmen und Institutionen ihren Handlungsbedarf längst erkannt haben, tun sich viele schwer mit der Umsetzung in die Praxis. Meist fehlen dafür Know-how oder Zeit, häufig beides. Hinzu kommt, dass IT-Entwickler:innen Mangelware sind oder auf absehbare Zeit nur kostspielig eingekauft werden können. Des Weiteren wächst die Nachfrage nach Softwareentwicklungskapazität laut einer Studie von Gartner fünfmal schneller als die verfügbaren Kapazitäten. „Indem sie sowohl professionelle IT-Entwickler als auch Nicht-ITler mit verschiedenen Low-CodeTools ausstatten, können Unternehmen das erforderliche Niveau an digitaler Kompetenz und Liefergeschwindigkeit erreichen, das für die moderne agile Umgebung nötig ist“, sagt Varsha Mehta von Gartner1. 1 GARTNER: Gartner Forecasts Worldwide Low-Code Development Technologies Market to Grow 20% in 2023 (https://www. gartner.com/en/newsroom/press-releases/2022-12-13-gartner-forecasts-worldwide-low-code-development-technologiesmarket-to-grow-20-percent-in-2023). 5 KOMPENSATION FÜR KNOW-HOW UND ZEIT Neben diesem praktischen Handlungsdruck gibt es eine Vielzahl an Vorteilen, die für den Einsatz von Low-Code sprechen: � Keine Profikenntnisse nötig. Eine gewisse IT-Affinität der Anwender:innen ist zwar hilfreich, aber keine Pflicht. � Flexible Entwicklung. Low-Code-Plattformen automatisieren Prozesse in der Softwareentwicklung, lassen aber alle Optionen offen. Hierin unterscheiden sie sich von No-Code-Lösungen: Diese sind auf einfachste Bedienung ausgelegt, bieten aber keinerlei Möglichkeit, die Software den eigenen Bedürfnissen anzupassen. Low-Code kann das, bei Bedarf auch punktuell ergänzt um Pro Code, also der klassisch händischen Programmierung in Hochsprachen. � Schnellere Ergebnisse. Projekte können fünf- bis zehnmal schneller abgeschlossen werden als bei der Beauftragung einer Full-Stack-Entwicklung. � Flexible Skalierung. Durch das Baukastenprinzip und den modularen Aufbau von Low-Code-Lösungen lassen sich diese leicht an neue Maßstäbe wie etwa veränderte oder neu erschlossene Geschäftsfelder anpassen. � Geringere Kosten. Die Automatisierung von Prozessen und der schnellere Abschluss von Projekten bieten großes Einsparpotenzial. � Keine Inkompatibilitäten. Low-Code-Plattformen lassen sich mittels Konnektoren in die unternehmenseigene IT einbetten. Die Einbindung von Drittanbietern ist ebenfalls möglich. � Einbindung von IoT-Umgebungen möglich. Einige Low-Code-Plattformen verfügen über Konnektoren zum Anschluss von Operational-Technologie (OT). Große, zum Beispiel über Sensoren generierte, Datenmengen werden über sogenannte Broker aufgenommen, gepuffert und aufbereitet weitergegeben. � Keine Abstriche bei der Sicherheit. Separate Schutzmaßnahmen der IT-Security sind nicht nötig. Die Low-Code-Plattformen werden einfach in die bestehenden Sicherheitssysteme des Unternehmens oder der Institution eingebunden. Wachsende Anforderungen. Experten sind sich einig: Ohne die Nutzung von Low-Code-Entwicklungstechnologien können Unternehmen und Institutionen den digitalen Wandel kaum bewältigen. 6 USE CASES FÜR ALLE BEREICHE Wer von Low-Code profitiert. L ow-Code ist in allen Bereichen hilfreich, die mit oder in digitalen Umgebungen arbeiten. Heutzutage sind das fast alle. Die Anzahl möglicher Use Cases ist daher nahe- zu unbegrenzt. Im Folgenden werden einige praktische Anwendungsmöglichkeiten für ausgewählte Funktionen vorgestellt: Finanzen und Controlling Durch vorgegebene Workflows lassen sich regelmäßige Meldungen von Controllingdaten einzelner Abteilungen weitgehend automatisieren. Dazu zählt nicht nur die Verarbeitung der zurückgemeldeten Daten, sondern auch ihre Kontrolle sowie Erinnerungen zur Einhaltung von Meldefristen. Mit Low-Code kann die Auslagenerstattung für Mitarbeitende wesentlich vereinfacht und beschleunigt werden. Die Auslagen werden mittels Formularen erfasst, genehmigt und verbucht. Basierend auf vorher verabschiedeten Plänen können Investitionen mit einem Workflow genehmigt, den entsprechenden Plänen zugeordnet und dokumentiert werden. HR Low-Code-Workflows erleichtern die technische Administration von Mitarbeitenden deutlich. Das reicht von der automatischen User-Anlage in verschiedenen Systemen über die Beantragung, Genehmigung und Organisation von Personalentwicklungsmaßnahmen bis hin zum Offboarding, bei dem beispielsweise Berechtigungen widerrufen und Geräte zurückgegeben werden müssen. Stellenbesetzungen bringen meist viel Verwaltungsaufwand mit sich. Mittels Formularen und hinterlegter Workflows lassen sich viele Prozesse weitgehend automatisieren – ganz gleich, ob es sich um interne oder externe Stellenbesetzungen handelt. An die Einbeziehung des Betriebsrats, sofern vorhanden, wird ebenfalls gedacht. Self-Service-Portale für Mitarbeitende sind im Trend. Sie entlasten die HR-Abteilung und geben den Nutzer:innen mehr Freiheiten. So lassen sich etwa Urlaubsanträge mit dem Smartphone von der heimischen Couch aus stellen. Entsprechende Workflows können mit Low-Code-Plattformen schnell auf- und eingesetzt werden. 7 USE CASES FÜR ALLE BEREICHE IT Low-Code-Plattformen bieten Formulare und Prozesse zur Erstellung von Benutzerkonten sowie ihrer Verwaltung auf Basis von Profilen und individuellen Einstellungen. Zugriffsberechtigungen auf verschiedene Systeme oder Netzlaufwerke können beantragt und erfasst werden. Auch die Einbindung externer IT-Dienstleister ist möglich. Die externe Benutzerverwaltung kann vereinfacht und sicherer gestaltet werden, indem beispielsweise das Anlegen und die Vergabe von Passwörtern mittels Workflows gesteuert wird. Weitere Funktionen wie die Änderung von Stammdaten und Erinnerungen für alte, nicht genutzte Konten sind ebenfalls möglich. Backoffice In vielen Unternehmensbereichen ist eine lückenlose Dokumentierung vonnöten, um beispielsweise KPIs zu ermitteln. Darüber hinaus ist sie aufgrund interner Compliance-Regeln oder externer Vorgaben unverzichtbar. Die automatisierte Übergabe von Unterlagen zur Langzeitarchivierung erleichtert es, die gesetzlichen Fristen zur Aufbewahrung und Speicherdauer einzuhalten. Die Angebotserstellung ist eine weitere Aufgabe, die häufig und regelmäßig in vielen Unternehmen gelöst werden muss. Low-Code-Workflows ermöglichen es, solche Angebote mithilfe eines Word-Formulars zu schreiben. Die entsprechenden Dokumente werden automatisch generiert. Die Automatisierung einzelner Prozesse oder Prozessbereiche ist eine Stärke von Low-Code und nicht zuletzt auch beim Datenschutz, im Qualitätsmanagement, Einkauf oder am Helpdesk von Vorteil. Noch größer ist das Potenzial bei der abteilungsübergreifenden Zusammenarbeit. Hierbei dient ein zentrales Portal als Dashboard, um die einzelnen Prozesse verschiedener Abteilungen zu koordinieren und zu steuern. So können im Business-Bereich etwa alle nötigen Informationen aus unterschiedlichen Quellen zur Verfügung gestellt werden, um dem Management, dem Marketing und dem Vertrieb eine einheitliche und aktuelle Entscheidungsgrundlage für ihre Aktivitäten zu bieten. Die administrative Verwaltung von Mitarbeitenden ist ein anderes Beispiel. Vom Bewerbungsverfahren über Onboarding-Prozesse und die Ausstattung mit Arbeitsmaterial bis hin zur Einarbeitung in den Fachabteilungen lassen sich alle nötigen Schritte in einer Prozesskette digitalisieren und weitgehend automatisieren. 8 GROSSER NUTZEN, GROSSE AUSWAHL Worauf bei der Auswahl einer Low-Code-Plattform zu achten ist. D ie Auswahl an Low-Code-Plattformen ist mittlerweile groß. Die Frage ist daher nicht, ob, sondern welche von ihnen am besten zu den Bedürfnissen einer Organisation passt. Die folgenden Kriterien bieten eine erste Entscheidungshilfe. � Generalist oder Spezialist Low-Code-Lösungen sind als autonome Plattformen erhältlich, die in beliebigen Umgebungen laufen können. Sie decken häufig ein breites Leistungsportfolio ab. Entsprechend lassen sich ihre Lösungen in vielen verschiedenen Bereichen einsetzen. In etlichen Fällen sind die angebotenen Workflows und Anwendungen bereits so ausgereift, dass sie sich ohne großen Anpassungsbedarf modifizieren und schnell implementieren lassen. Lediglich bei speziellen Bedarfen ist jedoch häufig etwas Mehrarbeit nötig. Dem stehen spezialisierte Lösungen gegenüber, die in der Regel nur im Kontext ihres Herstellers funktionieren. Ein Beispiel dafür ist die Power Platform in der Microsoft Cloud. � Konnektivitätsgrad Die beste Low-Code-Plattform nutzt nichts, wenn sie nicht mit der vorhandenen Hard- und Software „sprechen“ kann. Konnektoren sorgen für die Kompatibilität mit den eigenen Anwendungen. Aufgrund deren Vielfältigkeit sollte jedoch vor der Entscheidung für eine bestimmte Plattform eingehend geprüft werden, ob und wie sich welche der eigenen Anwendungen mit der Plattform verbinden lassen. Es gibt zwar eine Vielzahl an unterschiedlichen Konnektoren, doch nicht jede Plattform verfügt über die richtigen Schnittstellen. 9 GROSSER NUTZEN, GROSSE AUSWAHL Einige Plattformen bieten Kits an, mit denen man eigene Konnektoren entwickeln kann. Außerdem sollte die Interoperabilität mit Drittanbietern geprüft und sichergestellt werden. � Wiederverwendbarkeit Auch wenn Low-Code-Plattformen die Entwicklung von Anwendungen erleichtern: Das Rad muss nicht immer wieder neu erfunden werden. Viele Module lassen sich gegebenenfalls mit leichten Anpassungen auch in weiteren Bereichen eines Unternehmens oder einer Institution einsetzen, weil der zugrunde liegende Prozess ähnlich ist. Wie leicht sich die Module wieder- oder weiterverwenden lassen, ist jedoch von Lösung zu Lösung verschieden. Gleiches gilt für das Code Recycling von Komponenten oder Routinen, bei dem Bausteine, die sich bereits in der Praxis bewährt haben, in weitere Lösungen eingebaut werden können, statt sie von Grund auf neu entwickeln zu müssen. Ein Augenmerk sollte auch auf Möglichkeiten der Nachnutzung gelegt werden. Oftmals sind Softwaremodule, die ursprünglich nur für einen bestimmten Bereich vorgesehen waren, auch für andere Bereiche oder Kontexte interessant. � Preisgestaltung Es gibt viele verschiedene Abrechnungsmodelle, die sich unter anderem an Faktoren wie der Zahl der Nutzer:innen, der Zahl der genutzten Anwendungen oder an dem Leistungsumfang der Plattform orientieren. Lösungen können darüber hinaus gekauft oder gemietet, im eigenen Rechenzentrum oder in der Cloud gehos- tet werden. Es gilt, das optimale KostenNutzen-Verhältnis für den individuellen Bedarf zu finden. � Anwendungsbereich Allen Low-Code-Plattformen der Generalisten gleich ist der umfangreiche Werkzeugkasten zur Entwicklung von Applikationen für gängige Anwendungen. Dennoch kann der Schwerpunkt der Kunden auf unterschiedlichen Gebieten liegen. Während für die einen vor allem die Entwicklung von Webapplikationen im Vordergrund steht, ohne dabei auf eine reine Spezialistenlösung setzen zu wollen, spielt für andere die Einsetzbarkeit im IoT-Umfeld eine wichtige Rolle. Wiederum andere legen großen Wert darauf, Machine-LearningProzesse anwenden und implementieren zu können. Daher sollten sich Unternehmen und Institutionen zunächst Klarheit darüber verschaffen, welche Funktionalitäten der Plattformen für sie von besonderer Bedeutung sind. Alle infrage kommenden Plattformen sind nachfolgend sorgfältig zu prüfen und mit den eigenen Bedürfnissen abzugleichen. Insbesondere größere Unternehmen und Institutionen wollen oder können sich nicht für eine einzige Plattform entscheiden. Bei ihnen kommen meist mehrere Plattformen zum Einsatz, um von ihren spezifischen Vorteilen zu profitieren. Die Flexibilität und die großflächige Konnektivität der Lösungen ermöglichen ein solches Vorgehen, ohne die Komplexität nennenswert zu erhöhen. Vielfach hat sich in diesem Zusammenhang die sogenannte IT der zwei Geschwin- 10 GROSSER NUTZEN, GROSSE AUSWAHL digkeiten als praktikabel und hilfreich erwiesen. Das bedeutet, dass die Expert:innen der IT-Abteilung zum einen auf etablierte und bewährte Techniken wie zum Beispiel CRM, ERP oder auch Low-Code-Plattformen setzen, um einen stabilen und sicheren Geschäftsbetrieb zu gewährleisten. Zum ande- ren werden möglichst schnell neue Technologien sowie Anwendungen entwickelt und getestet. Hier spielen Low-Code-Plattformen ihre Stärken besonders gut aus. Die agil entwickelten Dienste und Applikationen können dann viel schneller als bei einer Full-StackEntwicklung ausgerollt werden. Low-Code – Ein Brutkasten für Schatten-IT? Schatten-IT wird sowohl von IT-Abteilungen beispielsweise Prototypen entwickelt wer- als auch von Entscheider:innen gefürchtet. den, die die IT dann perfektioniert. Das führt Aus gutem Grund, handelt es sich doch um zu einer Win-win-Situation. Die Profient- Hard- und Software, die von Mitarbeitenden wickler:innen werden entlastet, während auf eigene Faust neben den offiziellen Sys- die Mitarbeitenden in den Fachabteilungen temen installiert beziehungsweise imple- schneller nutzbare Ergebnisse erhalten, mentiert wird. Ohne Wissen, ohne Tests und die zudem genau auf ihre Bedürfnisse zu- ohne Freigabe der Expert:innen der IT-Abtei- geschnitten sind. Auch kommt es dadurch lung. Auch wenn dahinter in der Regel keine zu einer hohen Identifikation und Nutzungs- böse Absicht steckt, sondern lediglich eine quote der Anwendungen. Mehr noch: Die schnelle Arbeitserleichterung das Ziel ist, Beschäftigten erfahren Wertschätzung und sollte dies heute absolut tabu sein. Denn es Selbstwirksamkeit durch die Einbindung in öffnet Tür und Tor für Malware und Angriffe. die Softwareentwicklung. Das führt in der Im schlimmsten Fall steht die Sicherheit des Regel zu einer dauerhaft hohen Motivation, gesamten Unternehmensnetzwerks zur Dis- weitere Verbesserungen anzustoßen. position. Dieses Konzept überzeugt mittlerweile Anders verhält es sich mit Low-Code. viele Unternehmen und Institutionen. Des- Hier bekommen Fachabteilungen sichere halb ist absehbar, dass sich das Entwickeln Werkzeuge an die Hand, um gemeinsam mit zunehmend demokratisiert und auf Low-Co- der IT gute Lösungen zu schaffen. Fachan- de-Plattformen verlagert. Gartner prognos- wender:innen brauchen bestimmte Berech- tiziert, dass der Low-Code-Anteil bei der tigungen, um ihre Ziele mit Low-Code um- Entwicklung von Unternehmensanwendun- zusetzen. Am besten geschieht das aber im gen 2024 bereits bei 65 Prozent und 2025 bei Rahmen einer strategischen Abstimmung 70 Prozent liegen wird. 2020 waren es ledig- in Zusammenarbeit mit der IT. So können lich 25 Prozent2. GARTNER: Gartner Forecasts Worldwide Low-Code Development Technologies Market to Grow 20% in 2023 (https://www. gartner.com/en/newsroom/press-releases/2022-12-13-gartner-forecasts-worldwide-low-code-development-technologiesmarket-to-grow-20-percent-in-2023). 2 11 HILFE BEI ALLEN FRAGEN ZU LOW-CODE Wie Bechtle Sie bei Low-Code unterstützt. B echtle ist an Ihrer Seite, sei es bei Ihren ersten Schritten in Richtung Low-Code, sei es bei der produktiven Anwendung der Plattformen. Im Einzelnen heißt das: � Wir klären ausführlich und praxisnah über das Low-Code-Konzept und seine Funktionsweise auf. � Wir schaffen ein Bewusstsein für die unterschiedlichen Lösungen und ihre spezifischen Wirkungsbereiche. � Wir beraten Sie, was die am Markt verfügbaren Low-Code-Plattformen angeht, und bieten Ihnen Live-Demos an – aus einer Hand, hersteller- und plattformunabhängig. � Wir helfen Ihnen bei der Planung, Konzeption und Einführung der für Sie am besten passenden Low-Code-Plattformen. � Wir begleiten Sie bei Ihren ersten Erfahrungen mit einer Low-Code-Plattform. � Wir vermitteln Ihnen Best Practices. � Wir trainieren Citizen Developer in Ihrem Unternehmen beziehungsweise Ihrer Institution. � Wir entwickeln für Sie Lösungen mit Low-Code-Plattformen oder leisten Hilfe zur Selbsthilfe. 12 FAZIT Low-Code gehört die Zukunft der Softwareentwicklung. L ow-Code ist kein Modethema. Die Nutzung solcher Entwicklungstools wird in den nächsten Jahren zunehmen. Allein wegen des Mangels an IT-Entwickler:innen und der zunehmend dynamischeren Märkte wird ihr Einsatz immer erfolgreicher werden. Gleichzeitig sind die Plattformen so ausgereift, dass Unternehmen und Institutionen mit ihrer Hilfe rasch Mehrwert generieren können. Denn sie lösen viele Probleme, die mit der Digitalisierung und der Softwareentwicklung einhergehen. Die Vorteile liegen auf der Hand. Low-Code ist wesentlich flexibler als No-Code und schneller sowie kostengünstiger als eine Full-Stack-Entwicklung, ohne dabei Abstriche machen zu müssen. Vielmehr kommen vordefinierte Bausteine zum Einsatz, die leicht an die eigenen Bedürfnisse angepasst werden können. Setzen Sie sich mit uns in Verbindung und erfahren Sie mehr über unsere Low-Code-Services sowie viele weitere IT-Dienstleistungen und -Lösungen: [email protected] Hinzu kommt, dass die Plattformen als Türöffner für den Einsatz künstlicher Intelligenz dienen können. An ihr führt künftig kein Weg mehr vorbei, doch bislang galt die Technologie als kompliziert, mitunter gar undurchschaubar. LowCode-Lösungen ermöglichen ihren Einsatz in verschiedenen Geschäftsbereichen, ohne dass dafür große Vorkenntnisse nötig wären. In den führenden Produkten werden die Entwickler:innen durch KI unterstützt und für die Benutzer:innen sind intelligente Applikationen einfacher zu bedienen. Alles über die Lösungen und Services von Bechtle finden Sie hier.
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